Pablo 2-2026
Freude im anwaltlichen Berufsalltag kann laut, deutlich und vollkommen berechtigt sein. Mit Rechtsanwalt Matthias Amberg, der bereits mehrfach vom Magazin FOCUS als Top-Anwalt im Familienrecht ausgezeichnet wurde, sprechen wir über solche „Moments of Joy“: Augenblicke, in denen engagierte juristische Arbeit Wirkung zeigt, Gerichte der eigenen Rechtsauffassung folgen und gerichtliche Verfahren für Mandanten erfolgreich entschieden oder sogar vermieden werden können. Pablo: Herr Amberg, Sie sind Fachanwalt für Familienrecht und Erbrecht und seit über 25 Jahren in Ihrer Kanzlei ausschließlich in diesen Rechtsgebieten tätig. Wo erleben Sie in Ihrer anwaltlichen Praxis besondere „Moments of Joy“? Matthias Amberg: Gerade dort, wo es um sehr persönliche Themen geht, sind diese Momente besonders intensiv. Im Familien- und Erbrecht stehen häufig Trennung, Kinder, Vermögen, Nachlass, Verantwortung oder Verlust im Mittelpunkt – also existenzielle Themen, die sich durch eine hohe emotionale Belastung auszeichnen. Wenn es gelingt, für Mandanten Klarheit und Sicherheit zu schaffen und dadurch Ängste zu lösen, ist das ein Moment großer Freude. Pablo: Also nicht nur stille Zufriedenheit? Matthias Amberg: Nein, ganz sicher nicht. Natürlich gibt es stille Momente der Erleichterung. Aber Freude kann bei Anwälten auch laut und deutlich sein. Wenn ein streitiges Verfahren gewonnen wird, nachdem man lange um die richtige rechtliche Bewertung gerungen hat, dann ist das ein starkes Gefühl. Man weiß, wie viel für den Mandanten auf dem Spiel stand. Wenn sich die eigene Auffassung vor Gericht durchsetzt, darf man sich darüber auch sichtbar freuen. Genauso groß ist allerdings die Freude, wenn ein Gerichtsverfahren vermieden werden kann, weil eine faire außergerichtliche Regelung erzielt wurde. Pablo: Was macht diese Freude besonders? Matthias Amberg: Sie ist eng mit Verantwortung verbunden. Ein gewonnenes Verfahren oder der erfolgreiche Abschluss einer außergerichtlichen Vereinbarung ist nicht in erster Linie eine berufliche Bestätigung. Für den Mandanten bedeutet es vielmehr, dass wirtschaftliche Sicherheit entsteht, ein Umgangsrecht geklärt, eine unberechtigte Forderung abgewehrt oder ein berechtigter Anspruch durchgesetzt wird. Die Freude entsteht also aus dem konkreten Nutzen für den Menschen, den man vertritt. Pablo: Gibt es auch im Familienrecht solche klaren Erfolgsmomente? Matthias Amberg: Ja, selbstverständlich. Besonders bewegend ist es, wenn eine Lösung gefunden wird, die Kindern wirklich hilft. Juristisch sprechen wir etwa über elterliche Sorge, Umgang oder Kindeswohl. Wenn ein Gericht einer überzeugenden Argumentation folgt und dadurch eine stabile Regelung entsteht, ist das ein sehr erfreulicher Moment. Pablo: Und im Erbrecht? Matthias Amberg: Im Erbrecht geht es oft um Vermögen, Pflichtteile, Testamente oder Erbauseinandersetzungen. Wenn nach gründlicher Prüfung klar wird, dass die eigene rechtliche Position trägt und diese Position erfolgreich durchgesetzt werden kann, ist das ebenfalls ein echter „Moment of Joy“. Gerade weil Erbstreitigkeiten emotional stark belastet sind, bedeutet ein Erfolg häufig auch persönliche Entlastung. Pablo: Was ist Ihr persönlicher „Moment of Joy“ im Kanzleialltag? Matthias Amberg: Wenn ein Mandant sagt: „Jetzt verstehe ich es“ – und später vielleicht: „Wir haben es geschafft.“ Diese Verbindung aus verständlicher Beratung, strategischer Arbeit und erfolgreichem Ergebnis macht den Beruf besonders erfüllend. Pablo: Was bedeutet „Moments of Joy“ für Sie in einem Satz? Matthias Amberg: Ein „Moment of Joy“ ist der Augenblick, in dem gute juristische Arbeit spürbar Wirkung zeigt – für das Recht und vor allem für den Menschen dahinter.
Matthias Amberg hat in Würzburg studiert und wurde 1999 zur Anwaltschaft zugelassen. Sein Anspruch war schon immer, über die rein juristische Perspektive hinauszublicken. Ihm geht es darum, Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen zu begleiten und kreative Lösungen zu entwickeln, die auf die individuellen Bedürfnisse der Mandanten maßgeschneidert sind.
Matthias Amberg
Alexandra Lindhorst
Juliane Meyke
Jessica Thoma
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